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Die Antwort steht in den Sternen geschrieben.
Die letzten Zeilen
in: Philippe Soupault, Der Neger. Dt. v. Ré Soupault. Ffm, Suhrkamp, 1967.
Körperprojektionen aus den 1980er Jahren
Galerie Hubert Winter
15. Jänner - 6. März 2010
Seit dem frühen Tod von Birgit Jürgenssen 2003 versucht der Nachlass der Künstlerin im Zuge der Aufarbeitung in jährlichen, thematischen Präsentationen Einblick in das vielschichtige Werk der Künstlerin zu geben.
Die Serie der Körperprojektionen besteht aus ca. 60 Fotografien, aus denen unsere Werke ausgewählt wurden. Fotoarbeiten aus dieser Serie wurden bisher nur vereinzelt in Ausstellungen gezeigt, aber nie in dieser Fülle.
Zu den Körperprojektionen schreibt Abigail Solomon-Godeau:
"Für die Körperprojektionen aus dem Jahr 1987/88 verwendet die Künstlerin Dias eigener Zeichnungen oder fremder Bilder und Objekte. Diese projizierte sie als unbewegte Fotografien auf verschiedene Flächen ihres Körpers. Die spezifische Materialität der Körperprojektionen führt den Körper als Projektionsstätte und Projektion vor und auch als Ort der kulturellen wie psychischen Einschreibung."
Man könnte, um Anselm Haverkamp zu zitieren, vom "Konstrukt eines Bildraumes, der auf paradoxe Weise der Darstellungsfläche aufsitzt", sprechen.
Diese Körperprojektionen sind gleichzeitig geistige Dokumente, vergleichbar den Dokumenten auf einem Filmstreifen, der langsam seinem Ende zugeht.
Einige dieser Körperprojektionen haben, wie Solomon-Godeau schreibt, einen hochgradig subversiven Hintersinn (zB Gefäß- und Vasenformen für die altvertraute Ikonografie der Weiblichkeit).
Sehr oft handelt es sich um psychologische Durchdringung, um verdeckte Zitate und geistreich abgewandelte Wiederholungen, die oft die Grenzen der Ironie und der Persiflage streifen und damit "sophistication" signalisieren. Die Kunst Birgit Jürgenssen´s spricht nicht nur die Sinne des Betrachters in höchst virtuosen Formtransformationen an, auch ihr Intellekt und ihre Fähigkeit zu ironischen Musterabwandlungen und Anspielungen werden deutlich.
Als Literatur empfehlen wir die von Gabriele Schor und Abigail Solomon-Godeau herausgegebene Monografie "Birgit Jürgenssen", mit Beiträgen von Elisabeth Bronfen, Sigrid Schade, Gabriele Schor, Abigail Solomon-Godeau und Geraldine Spiekermann, erschienen bei Hatje-Cantz in Zusammenarbeit mit Sammlung Verbund.

Ohne Titel (Körperprojektion), 1988/2009.
Farbfotografie. Ed. 3
70 x 50 cm
Nachlass Birgit Jürgenssen, ed28 (ph964)
Ausstellungsansichten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
http://www.galeriewinter.at/
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Women and irony is still a taboo theme, just as woman and humor is. The price
for this is not being taken seriously, to a large extent.
Birgit Jürgenssen
Monograph edited by
Gabriele Schor and Abigail Solomon-Godeau
Austrian artist Birgit Jürgenssen(1949-2003) was one of the most outstanding feminist avant-garde artists in the world. Starting with the liberating potential of Surrealism, she developed a dialogue with her generation's discourse of social critique, leading to the production of a multi-layered, stylistically multifaceted kind of art in the late 1960s. The female body and its metamorphoses were the focus of her work, which was predominately made up of drawing, painting, and photography. Thanks to the Sammlung Verbund, the first monograph on her work will be available in November 2009. This richly illustrated volumes includes previously unknown pieces from the artist's estate, provides an analysis of Jürgenssen's autonomous position in art history, and examines her relationship with literature, psychoanalysis, and Structuralism.
2009. ca. 280 Seiten, ca. 260 farbige Abb.
24,00 x 31,00 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: November 2009
Publisher: Hatje Cantz
English Edition ISBN 978-3-7757-2461-6
German Edition ISBN 978-3-7757-2460-9
Order English Edition
Bestellung deutsche Ausgabe
Präsentation der Monografie und Ausstellung
Birgit Jürgenssen (1949 - 2003), eine der herausragendsten Künstlerinnen der feministischen Avantgarde, wäre dieses Jahr 60 Jahre alt geworden.
Auf Initiative der Sammlung Verbund erscheint am 23. November 2009 die erste Monografie über die Künstlerin im Hatje Cantz Verlag. Gleichzeitig werden rund 50 Arbeiten der Künstlerin aus der Sammlung Verbund in der Vertikalen Galerie der Verbund-Zentrale in Wien zu sehen sein (25. November 2009 bis 10. März 2010).
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Birgit Jürgenssen. Ohne Titel (Selbst mit Fellchen). 1974
Bank Austria Kunstforum
Von 16. Dezember 2010 bis 6. März 2011 wird die erste umfangreiche Birgit Jürgenssen - Restrospektive im Bank Austria Kunstforum in Wien zu sehen sein - als gemeinsame Präsentation von Sammlung Verbund und Bank Austria Kunstforum.
Birgit Jürgenssen (1949-2003) zählt zu den international herausragenden Vertreterinnen der feministischen Avantgarde. Ausgehend vom emanzipatorischen Potenzial des Surrealismus, inspiriert von der Freudschen Psychoanalyse und im Dialog mit dem gesellschaftskritischen Diskurs ihrer Generation entwickelte die in Wien geborene Künstlerin seit dem Ende der 1960er-Jahre eine vielschichtige und stilistisch mannigfaltige Kunst. Der weibliche Körper und seine Metamorphosen stehen im Zentrum ihrer subtilen zeichnerisch, malerisch und fotografisch dominierten Arbeiten..
Die lang erwartete Retrospektive zeigt nun erstmals anhand von rund 250 Werken - darunter auch zahlreiche bislang unbekannte aus ihrem Nachlass - wie sehr Ironie, Sprachspiele und die Lust an der Verwandlung ihr Œuvre begleiten.
Birgit Jürgenssen - Retrospektive
16. Dezember 2010 bis 6. März 2011
Kuratorinnen
Gabriele Schor und Heike Eipeldauer
Ausstellungsort
Bank Austria Kunstforum
Freyung 8
1010 Wien
Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 10-19 Uhr, Freitag 10-21 Uhr
www.bankaustria-kunstforum.at

