Feministische Avantgarde aus der Sammlung Verbund
Lentos Kunstmuseum Linz
24. September 2021 – 9. Januar 2022

Das Lentos zeigt mit über 250 Kunstwerken aus der Wiener Sammlung Verbund, wie 81 Künstlerinnen die Konstruktion des Weiblichen in den 1970er-Jahren hinterfragten. Die Ausstellung hebt die Pionierleistung der „Feministischen Avantgarde“ hervor. Den Begriff prägte Gründungsdirektorin Gabriele Schor, um den Kunstkanon zu erweitern. Erstmals in der Geschichte der Kunst zeigten viele Künstlerinnen in Europa und den USA die Unterdrückung der Frau. Dabei setzten sie den eigenen Körper als soziales Zeichen ein. Sie prangerten die Einschränkung auf die Rolle der Mutter, Haus- und Ehefrau an; visualisierten das Eingesperrt-Sein, die weibliche Sexualität, das Diktat der Schönheit und fächerten eine Vielzahl von weiblichen Identitäten auf. Erstaunlich ist, dass formal ähnliche Strategien entstanden, obwohl die Künstlerinnen einander nicht kannten.

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