Birgit Jürgenssen

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Aktuell

Meret Oppenheim and Her Artist Friends

MASILugano
11. Februar 2017 bis 28. Mai 2017

Meret Oppenheim (1913-1985) is a foremost twentieth-century artist, a legendary figure who achieved recognition within the male-dominated context of Surrealism, while at the same time developing her own independent research.

The aim of the Lugano exhibition is to highlight the relationship between Oppenheim and her fellow artists in the 1930s: Man Ray, Marcel Duchamp, Max Ernst, Alberto Giacometti, Jean Arp, to name just a few, documented by some of their most significant works. The exhibition offers the chance to understand the young artist’s interpretation of the themes of Surrealism, and how she herself influenced the movement with her personality and her charisma.

Emerging from the works by Meret Oppenheim and her fellow artist are the themes that the artistic imaginary of the time especially focused on: dream-like fantasies and erotic aberrations; the woman as an enchanted creature or a sorceress; fetishism and the relationship with nature. In the post-war years Meret’s work was enriched by her research into abstract art, strongly influencing the following generations of artists; parallels can be drawn with the work of Daniel Spoerri and Birgit Jürgenssen, among others, as well as with contemporary artists like Robert Gober and Mona Hatoum.

Lastly, it is worth stressing that the decision to hold an exhibition of this outstanding artist in Lugano is also based on the fact that Meret Oppenheim spent long periods of time at her family home in Carona, not far from Lugano, a place she held close to her heart. 

The Beguiling Siren is Thy Crest

MoMA Warsaw
March 25, 2017 until June 18, 2017

Those visiting the newly opened pavilion can view historic materials – works of art and artefacts – as well as creations of modern artists inspired by the mythological siren. This exhibition, the first ever of this scale to discuss the siren, aims to portray and activate her potential as a symbol. It combines different takes on hybridity, national identity and mythology.

The title of the exhibition is a quote from a poem by Cyprian Kamil Norwid (one of the great Polish romantic poets), who addresses Warsaw by means of a personal invocation (“capital of my youth…”) and formulates a reminder that the mythological siren was originally a dangerous hybrid of a human and animal (specifically a bird with a woman’s head), that lured sailors to their doom. The poet calls upon the origins of Warsaw’s coat of arms to explain his multifaceted relationship with the city. This quote proved deeply inspiring to the exhibition’s creators.

Depictions of the siren have changed so often over the centuries, that the one thing they all have in common seems to be her dualistic, hybrid nature: she is both human and animal. Appearing on Warsaw’s medieval coat of arms is – surprisingly – a half-man, half-dragon figure. The image of the fish-woman became prevalent as late as the beginning of the 18th century. The exhibition focuses on this diversity of forms.

The Mermaid of Warsaw is a symbol that doesn’t bind forcefully, but organises the community while allowing it to remain diverse.

The exhibition features the works of the following artists:
Korakrit Arunanondchai, Evelyne Axell, Alex Baczyński-Jenkins, Zdzisław Beksiński, Louise Bourgeois, Eugène Brands, Agnieszka Brzeżańska, Bernard Buffet, Claude Cahun, Liz Craft, Edith Dekyndt, Christian Dietrich, Leo Dohmen, Drexcyia i Abdul Qadim Haqq, Elmgreen & Dragset, Leonor Fini, Ellen Gallagher, Malarz Goltyr, Justyna Górowska, Zdzisław Jasiński, Dorota Jurczak, Ewa Juszkiewicz, Birgit Jürgenssen, Tobias Kaspar, Marek Kijewski, Aldona Kopkiewicz i Mateusz Kula, Łukasz Korolkiewicz, Gina Litherland, Jacek Malczewski, Witek Orski, Sylvia Palacios Whitman, Pablo Picasso, Krzysztof Pijarski, Aleka Polis, Agnieszka Polska, Karol Radziszewski, Joanna Rajkowska, Carol Rama, Erna Rosenstein, Tejal Shah, Franciszek Siedlecki, Tomasz Sikorski, Penny Slinger, Juliana Snapper, Franz von Stuck, project „Warsaw’s Sirens” (Jacek Łagowski, Danuta Matloch, Katarzyna Opara), Alina Szapocznikow, Stanisław Szukalski, Jerzy Bohdan Szumczyk, Wacław Szymanowski, Dorothea Tanning, Wolfgang Tillmans, Tunga, Anne Uddenberg, Aleksandra Waliszewska, Wojciech Wilczyk, Hannah Wilke, Ming Wong, Marcelo Zammenhoff, Anna Zaradny, Artur Żmijewski.

WOMAN

FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er-Jahre aus der SAMMLUNG VERBUND

mumok
6. Mai 2017 bis 3. September 2017

Mit über 300 Kunstwerken aus der SAMMLUNG VERBUND zeigt das mumok, wie Künstlerinnen in den 1970er-Jahren zum ersten Mal ein eigenes „Bild der Frau“ kollektiv neu kreierten. Da diese wichtige künstlerische Bewegung bisher zu wenig Beachtung in der Kunstgeschichte fand, prägte Sammlungsdirektorin Gabriele Schor den Begriff „feministische Avantgarde“ und brachte ihn in den kunsthistorischen Diskurs ein, um die Pionierleistung dieser Künstlerinnen hervorzuheben. Damit erweiterte sie den männlich dominierten Kanon der Avantgarden.

In den 1970er-Jahren emanzipierten sich die Künstlerinnen von der Rolle als Muse und Modell, das heißt, sie emanzipierten sich von ihrem Objektstatus hin zum Subjekt, das aktiv an gesellschaftlichen und politischen Prozessen teilnimmt. Eindimensionale Rollenzuweisungen als Mutter, Haus- und Ehefrau wurden ironisch und radikal hinterfragt. Zentrale Themen waren weibliche Sexualität, der eigene Körper, Klischees und Stereotype eines Frauenbildes, das Diktat der Schönheit sowie Gewalt gegen Frauen. Die Ablehnung tradierter, normativer Vorstellungen verbindet das Engagement der Künstlerinnen dieser Generation, auch wenn sie sich untereinander nicht alle kannten.

Vor dem Hintergrund der erstarkenden Bürgerrechts- und Frauenbewegung wurden die Anliegen von Frauen zunehmend öffentlich diskutiert. Eine wichtige Losung war: „Das Private wird politisch“ – somit verschafften sich Frauen mit quasipersönlichen Anliegen vermehrtes Gehör in der Öffentlichkeit. Sie formierten feministische Netzwerke, organisierten Ausstellungsmöglichkeiten, schrieben Manifeste und gründeten zahlreiche Zeitschriften und Magazine. Für ihre Kunst setzten sie bewusst historisch „unbelastete“ Medien wie Fotografie, Video und Film ein. Auch Performances und Aktionen waren – entgegen der männlich dominierten Malerei – bevorzugte Ausdrucksmittel.

Die Ausstellung zeigt Werke von insgesamt 47 europäischen, nord- und südamerikanischen Künstlerinnen, darunter Eleanor Antin, Helena Almeida, Lynda Benglis, Renate Bertlmann, Lynda Christanell, Lili Dujourie, VALIE EXPORT, Sanja Ivekovic, Birgit Jürgensson, Ketty La Rocca, Karin Mack, Ana Mendieta, Rita Myers, Orlan, Gina Pane, Ewa Partum, Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Martha Rosler, Carolee Schneemann, Cindy Sherman, Hannah Wilke und Martha Wilson.

Kuratiert von Gabriele Schor (Direktorin, SAMMLUNG VERBUND) mit Eva Badura-Triska

ich weiß nicht. Growing Relations between Things

MAK
MAK DESIGN LABOR
21. Juni 2017 bis 01. Oktober 2017

In einer zunehmend von digitalen Technologien und Interfaces bestimmten Welt rückt die Interaktion zwischen Menschen und Dingen in den Fokus des Interesses. Vor dem Hintergrund neuer digitaler und sozialer Settings analysiert die Gruppenausstellung ich weiß nicht – Wie die Beziehungen zwischen den Dingen wachsen das Verhältnis von Subjekt und Objekt. 17 Positionen vorwiegend in Österreich lebender und arbeitender zeitgenössischer KünstlerInnen entspinnen im Rahmen der VIENNA BIENNALE 2017: Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft eine Narration zum Affekt der Dinge. 

Objekte, ob analog oder digital, dienen als Werkzeuge („Medien“) zur Gestaltung unserer Alltagswelt und formen damit auch die Gesellschaft mit. Mit dem Internet der Dinge, Smart Devices, Wearables oder Apps scheinen die von uns geschaffenen Objekte zunehmend die Kontrolle über uns Menschen zu gewinnen. Wie kann es gelingen, in dieser vielschichtig vernetzten Welt unser autonomes, selbstbestimmtes Leben zu bewahren oder zurückzuerobern?

Der Ausstellungstitel referiert konkret auf Birgit Jürgenssens Arbeit ich weiß nicht (2001), eine Fotografie, die das Auto der Künstlerin eingeschneit in einer Parklücke zeigt. Das nicht fahrtüchtige Gefährt wird zum Vehikel für einen Tabubruch – im Zentrum des Interesses steht die Erleichterung im Angesicht der versagenden Maschine: ich weiß nicht als eine andere Form von Autonomie und geistiger „Mobilität“. 

In der Auseinandersetzung mit unseren Erfindungen, Arbeiten, „Selbsterweiterungen“ oder „Stellvertretern“ eröffnen sich neue Felder der Interaktion. Nicht nur im musealen Kontext agieren die vom Menschen geschaffenen Objekte als Teile immer neuer Netzwerke in einer Welt jenseits ihrer SchöpferInnen. Das Bewusstsein darüber, dass wir uns durch unser Handeln – nicht zuletzt durch unsere Arbeit – mit den vom Menschen gestalteten Dingen in eine wechselseitige Beziehung setzen, ist der Anlass, dieses Thema im MAK DESIGN LABOR zu beleuchten. Nicht zuletzt reflektiert die Ausstellung den kuratorischen Arbeitsprozess selbst, in dem sich immer wieder das Erstaunen darüber einstellt, wie die Beziehungen zwischen den Dingen wachsen. 

KünstlerInnen:

Padhi Frieberger, Bruno Gironcoli, Sofia Goscinski, Nilbar Güreş, Lisa Holzer, Birgit Jürgenssen, Anita Leisz, Paul Leitner, Ute Müller, Julian Palacz, Signe Rose, Günther Selichar, Misha Stroj, Zin Taylor, Sofie Thorsen, Patrick Topitschnig, Kay Walkowiak

Kuratorinnen: Janina Falkner, Sammlung Gegenwartskunst, und Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin Sammlung Design, MAK